Road to DJM - Ein halbes Jahr für einen Traum

Mit dem Beginn der Langbahnsaison startete für die Leistungsgruppe eins des VfV Hildesheim gleichzeitig die „Road to DJM“. Ein Ziel begleitete die Aktiven über Monate hinweg durch jedes Training, jede harte Einheit und jeden Wettkampf: die Qualifikation für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften 2026 in Berlin.
 Schon früh zeigte sich, dass die Mannschaft bereit war, diesen Weg gemeinsam zu gehen. Besonders rund um das Trainingslager wurde deutlich, wie viel Ehrgeiz und Zusammenhalt in dieser Gruppe steckt. Trotz intensiver Belastungen wurde keine Herausforderung ausgelassen. Beim abschließenden Testwettkampf im Trainingslager fielen bereits zahlreiche Bestzeiten – ein erster Fingerzeig für die kommenden Wochen.
 Bei den folgenden Landesmeisterschaften in Hannover bestätigte das Team die starke Form. Zahlreiche Bestzeiten, Medaillen und Qualifikationen für die Norddeutschen Meisterschaften sowie die DJM-Bestenliste zeigten, dass die Vorbereitung Früchte trug. Doch der Weg nach Berlin war noch nicht beendet.
 Bei den Internationalen Bestenkämpfen in Bremen und den Norddeutschen Meisterschaften in Braunschweig folgten die nächsten Bewährungsproben. Jede Chance wurde genutzt, jede Hundertstelsekunde umkämpft. Erneut bewies die Gruppe, dass sie im entscheidenden Moment ihre Leistungen abrufen konnte. Acht Schwimmerinnen und Schwimmer des VfV Hildesheims stellten sich schließlich der norddeutschen Konkurrenz und bestätigten mit starken Auftritten, dass sie auf dem richtigen Weg Richtung Berlin waren. Während die Qualifikationsfrist ihrem Ende entgegenlief, begann für viele das große Zittern. Würden die erzielten Zeiten reichen? Würde der Platz in der Bestenliste für Berlin genügen?

Für Rouven Fest erfüllte sich der Traum schließlich mehr als deutlich. Nachdem er im Vorjahr noch um einen einzelnen DJM-Start kämpfen musste, qualifizierte er sich diesmal souverän für vier Strecken. Auch Kjell Mühe nutzte seine erste Chance eindrucksvoll und sicherte sich als jüngster Jahrgang gleich drei Starts bei seiner ersten Deutschen Jahrgangsmeisterschaft. Lilli Krüger wiederum nutzte als ältester Jahrgang ihre letzte Möglichkeit und qualifizierte sich über 100 Meter Schmetterling für Berlin.

In Berlin angekommen, zeigte sich schnell, dass die Qualifikation nur der erste Schritt gewesen war. Kjell Mühe verpasste über 200 Meter Schmetterling seine erst kurz zuvor aufgestellte Bestzeit um lediglich zwei Zehntelsekunden und belegte Rang 22. Über 50 Meter Schmetterling durchbrach er erstmals die 30-Sekunden-Marke und belegte Platz 33, bevor er die anspruchsvollen 400 Meter Lagen in persönlicher Bestzeit auf Platz 19 beendete.

Für Rouven Fest entwickelte sich die DJM zu einer beeindruckenden Bestzeiten-Serie. Über 200 Meter Lagen steigerte er sich um nahezu zwei Sekunden und schwamm auf Rang 11 seines Jahrgangs. Nur wenige Stunden später folgte die nächste Bestleistung über 200 Meter Rücken mit Platz 16. Auch auf seinen weiteren Strecken ließ er keine Zweifel an seiner Form aufkommen. Über 50 Meter Rücken verbesserte er sich auf starke 28,78 Sekunden und belegte Platz 16. Besonders bemerkenswert: Im Vorjahr hatte er dieselbe Strecke noch in 30,01 Sekunden geschwommen und Rang 23 erreicht. Den Schlusspunkt setzte er über 100 Meter Rücken mit seiner vierten Bestzeit im vierten Rennen und Platz 18.

Am letzten Wettkampftag stand schließlich Lilli Krüger auf der DJM-Bühne. Sie beendete ihr Rennen auf Platz 23 und krönte damit eine starke Saison mit ihrer ersten Teilnahme bei Nationalen Meisterschaften. Nach Monaten harter Arbeit hatte sie sich ihren Platz unter den besten Nachwuchsschwimmerinnen Deutschlands verdient.

Für die Trainer Victoria Suchantke und Alaa Maso steht jedoch nicht nur die Leistung der drei DJM-Teilnehmer im Mittelpunkt, sondern die Entwicklung der gesamten Mannschaft.

„Das ist eine Wahnsinns-Mannschaft. Alle haben in dieser Saison riesige Schritte nach vorne gemacht und sich enorm entwickelt. Wir sind sehr stolz, dieses Team trainieren zu dürfen."

Victoria Suchantke Trainerin L1

„Die drei haben das wirklich großartig gemacht. Für die beiden Jungs war es das erste Mal, dass sie einen Wettkampf über mehrere Tage auf diesem Niveau bestreiten. Lilli war sogar zum ersten Mal überhaupt bei einer DJM dabei. Wir haben uns sehr gefreut, dass die Reise für sie bis hierhin geführt hat. Aber auch der Rest des Teams kann stolz auf seine Leistungen sein.“

Alaa Maso Trainer L1

So endete die Road to DJM 2026 zwar in Berlin, die Geschichte dieser Mannschaft ist damit jedoch noch lange nicht zu Ende. Die Entwicklung der vergangenen Monate macht Lust auf mehr – und die Vorfreude auf die kommende Saison ist bereits jetzt spürbar. Zuvor steht am Wochenende des 20. und 21.06.2026 mit dem traditionellen Sparkassen-Cup des VfV Hildesheim noch ein besonderes Highlight auf dem Programm. Dort wird die Mannschaft die Saison gemeinsam ausklingen lassen und noch einmal feiern, was sie in den vergangenen Monaten als Team erreicht hat.