Schreckmoment am Vorabend der Ndt. Freiwassermeisterschaft in Mölln 2017

Da die Meisterschaft mitten in die Sommerferien gelegt wurde, reiste ein etwas geschrumpftes Team in die Eulenspiegelstadt Mölln. Wie in den letzten Jahren wurde auf dem Luisenbadgelände des Schulsees gezeltet. Nach dem Aufbau machten sich alle Teilnehmer/-innen fröhlich an das Einschwimmen im See. Der Kurs für den nächsten Tag war bereits abgesteckt und somit wurde diese Strecke einmal zurückgelegt.

 

Nach und nach kamen unsere Aktiven im Zielbereich an. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass etwas nicht  stimmte. Unsere langjährige Freiwasserschwimmerin Frederike Höppner wurde mit Hilfe ihres ebenfalls startenden Vaters Marcell Höppner an Land gebracht. Man konnte ihr ansehen, dass es ihr absolut nicht gut ging. Da der Zustand sich nicht besserte wurde sie von der vor Ort befindlichen DLRG zunächst kurz abgecheckt. Was nun folgte, dämpfte die Stimmung des Teams ordentlich. Als sich der Zustand auch nach Ankunft des Rettungswagens und Notarztes weiter verschlechterte, musste leider die Entscheidung getroffen werden, dass sie in die Herzfachklinik für Kinder nach Lübeck eingeliefert werden musste. Einige Stunden später kam dann die erlösende Nachricht, Frederike sei soweit ok und muss nicht dort bleiben. Ein Start bei den Meisterschaften sei jedoch ausgeschlossen. Nach 21 Uhr kam sie dann zusammen mit ihren Eltern auf dem Gelände wieder an.

Das Team wünscht Frederike alles Gute für die Weiterbehandlungen und hofft sie bald wieder mit im Wasser zu haben.

Der nächste Tag zeigte sich von dem typisch sommerlichen Wetter 2017. Zwar erst noch trocken wurde es später durch den Regen und Windes, mehr als ungemütlich und frisch. Die Wassertemperaturen waren mit 19 Grad wärmer als die Lufttemperaturen.

Rolf Thiry stellte sich als Erstes über die 5 km und holte nach 1:40:24,28 min. Gold. In der Gesamtwertung = GW Platz 32. Kurz vor seinem Zieleinlauf wurden Catharina Beike und Berenike Höppner auf diese Distanz losgeschickt. Wie in den Jahren zuvor, sicherte sich Catharina beim Start die Position Nähe des Stegs und kam wieder gut weg. Nach 1:21:27,62 min. belegte sie den 5. Platz (GW 16) und Berenike mit 1:28:51,00 min. Platz 4 (GW 24). Auch wenn die Zeiten aufgrund Begebenheiten nicht vergleichbar sind, verbesserte sie ihre Zeit um mehr als 7 min. zum Debüteinsatz zwei Wochen zuvor.

Frederike Höppner musste schweren Herzens mit  ansehen, wie ihre Vereinskolleginnen ohne sie diesen Start absolvierten und stellte sich jedoch als Kampfrichterin für diesen Abschnitt zur Verfügung.

Nach einer Pause musste Rolf Thiry nicht alleine über die halbe Distanz ran und nahm die Neulinge Marcell Höppner und Karsten Rodewald an seine Seite. Diesmal sicherte er sich den Silberrang mit 51:29,34 min. (GW 71).

Bei ihren ersten Freiwassermeisterschaften belegten Karsten Rodewald mit 44:23,08 min. und Marcell Höppner mit 56:13,68 min. den 6.Platz (GW 59 + 75).

Nun sollten auch Medaillenplätze an die Frauen gehen. Catharina Beike holte sich Bronze in 37:32,23 min. (GW 26). Bei Berenike Höppner  machten sich die zuvor geschwommenen 5 km bemerkbar und sie schwamm nach 50:02,67 min. auf Platz 10 (GW 81).

Mit vollem Einsatz und Verlust ihrer Badekappe holte Susanne Boßerhoff  nach 44:38,86 min. die letzte Silbermedaille (GW 63).

Sonja Wolpers die ebenfalls ihren ersten Freiwasserstart absolvierte, gab sich nach Vollendung der halben Strecke den Begebenheiten geschlagen und beendete ihr Rennen vorzeitig.

Kritik gab es dann nur zum Schluss bei den Siegerehrungen. Leider wurden die langen Ehrungen der gleichzeitig ausgetragenen Schleswig-Holsteinischen Meisterschaften zuerst durchgeführt. Hier wäre aufgrund der noch langen Rückfahrten und Wetterlage besser gewesen, die Ehrungen der Norddeutschen vorzuziehen.

Herzlichen Glückwunsch und Anerkennung der erbrachten Leistungen. /bk

 

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