…in „Cola“ lächelnd, winkend – mit Schmetterling ins Ziel …

Die Freiwassersaison startete im Ems-Jade Kanal an der Kesselschleuse in Emden. An diesem unter Denkmalschutz stehenden einzigartigen Bauwerks in Europa wurden die 5. Offenen Norddeutschen Freiwassermeisterschaften über die Strecken 2,5 km, 5 km und 3 x 1,25 km mixed Staffeln ausgetragen.

 

                                                                                                                     Foto von Marcell Höppner 

Gut gelaunt traf das Team an der Wettkampfstrecke an. Schnell wurde der Pavillon auf dem Freibadgelände und an der Wettkampfstrecke Stühle aufgebaut. Ruckzuck wurde anschließend die Wasserqualität und Begebenheiten durch die Aktiven getestet. Nach einer kleineren Runde waren sich die Sportler einig, dass das Wasser wie Cola sei. Mancher Aktiver kam gar nicht darüber hinweg, wie dunkel das Wasser war und er absolut nichts sehen konnte.

Nach einer kleineren Runde des Einschwimmens mussten sich die Mädels bereits für ihren Start über 2,5 km vorbereiten und an den Startbereich begeben.

Nach 34:13,72 Minuten holte Catharina Beike  die erste Bronzemedaille der Jahrgangswertung. Karina Rudolph benötigte 38:50,17 Minuten (Pl. 6).  Den 7. Platz der jeweiligen Jahrgangswertung ging an Frederike Höppner mit 39:53,49 Minuten und Berenike Höppner mit 44:18,28 Minuten.

Für Alexin Rudnik war es die erste Teilnahme an einer Freiwassermeisterschaft. Dieses hat sie sich jedoch nicht anmerken lassen und schwamm in ihrem Teilnehmerfeld gleich voll mit und beendete ihr Rennen mit der tollen Zeit von 43:32,49 Minuten (Pl.11).

Nun sollte es auch für die Jungen ernst werden. Wie die Mädchen, gut mit Vaseline oder Melkfett eingeschmiert, machten sie sich auf zum Start.

Susi, die immer die Startnummern der vorbeischwimmenden Aktiven angesagt bekam, hatte auch hier wieder alles im Blick, auf welcher Position sich die Schwimmer befanden. Daher war schnell klar, dass sich eine Sensation anbahnte.

Ilja Telman lag nach einer Runde an der Spitze seiner Jahrgangswertung. Nun wurde spannend abgewartet, ob er diese Position bis ins Ziel halten konnte. Entsprechend lautstark wurde er ins Ziel bejubelt, wo er nach 38:14,42 Minuten ankam.

Weitere Top-Ergebnisse gingen mit dem 4. Platz an Christian Reimers (36:39,43 min),  Sven Ole Traeder (39:44,74 min) und Rolf Thiry (49:36,27 min). Platz 5 ging an Paul Klußmann (37:55,77 min) und Nico Schiewe (41:18,61 min).

Besonderen Glückwunsch zu den Debütleistungen von Ilja, Nico, Sven Ole und Alexin.

Was nun jedoch folgen sollte, war besonders für Ilja eine bittere Pille. Aufgrund einer technischen Panne wurden die Ergebnisse wieder zurückgenommen und mussten geprüft werden. Daher wurden keine Siegerehrungen für die 2,5 km durchgeführt und sollten am nächsten Tag nachgeholt werden. Somit wurde Ilja  und vielen weiteren Sportlern dieser besondere Moment genommen, da viele am nächsten Tag gar nicht mehr vor Ort waren. 

Am Ende des Wettkampftages ging es noch an die 3x1,25km Staffeln. Hier machte es die 1.Mannschaft besonders spannend. Catharina Beike sorgte beinahe für eine Disqualifikation. Gerade noch rechtzeitig konnte sie durch Zurufe gestoppt und sie zur richtigen Seite der Boje gelotst werden. Christian Reimers ging als nächster auf die Strecke. Nun folgte der nächste Schreck. Als Christian sich auf dem Weg zum Wechselbereich befand, war Paul Klussmann nicht zu sehen. Laut wurde sein Name geschrien, Rolf lief laut rufend in die Nähe des Startbereichs um schließlich Entwarnung zu geben. Paul war da und sprang ins Wasser. Da er Christian jedoch nirgends sah, rief er immer wieder wo?! Wie oft gerufen wurde,  dass Christian an zweiter Position sei und doch da käme, lässt sich aufgrund der Aufregung nicht mehr nachvollziehen. Umso lauter kam der Jubel der Zuschauer als Paul dann plötzlich rief: „Mensch Christian wo bleibst du denn?“ Am Ende holte die Staffel sicher die zweite Bronzemedaille des Tages (53:23,81 min).

Auch die 2. Mannschaft (Karina Rudolph, Frederike Höppner, Ilja Telman) machte ein tolles Rennen und belegte einen hervorragenden 6. Platz (58:10,02).

Am Abend ging es dann für einen Teil des Teams bereits nach Hause mit einem zwischenzeitlich offiziell gewordenen Norddeutschen Jahrgangstitel.

Nach einem kurzen Einzug in die Jugendherberge machten sich die restlichen Aktiven und Begleiter auf zum von Rolf ausgesuchten Italiener. Nach einer leckeren Stärkung zogen sich die Aktiven ins Quartier zurück um sich für den nächsten Tag auszuruhen.

Die angekündigten Siegerehrungen vom Vortag wurden vom Veranstalter und Verband am nächsten Tag nicht mehr durchgeführt. So wurden die Urkunden und Medaillen (noch verpackt) an den Vereinsvertreter übergeben.

Nun sollte noch über die 5 km Distanz gehen. Hier konnte Karina Rudolph über ihre Debütstrecke gleich die Bronzemedaille erkämpfen. Sie benötigte für die Strecke 1:20:34,33 Minuten. Catharina Beike 1:12:09,33 min. verlor ihren Medaillenplatz kurz vor dem Ziel und belegte wie Frederike Höppner (1:24:28,36 min) den 4. Platz.

Die männlichen Aktiven ließen keine Langeweile bei den vier Runden aufkommen. So kam es vor, dass zum Dank der Anfeuerungsrufe gewunken und gelächelt wurde.  Paul leitete seine letzte Runde gleich mit einem Schmettzug ein und Christian kämpfte sich mit wenigen Schmettzügen ins Ziel.

Rolf Thiry sicherte Silber (1:47:41,64 min), Christian Reimers (1:16:48,16 min) Bronze und Paul Klussmann (1:22:04,97 min) den 5. Platz.

Besonderen Dank noch an Marcell Höppner. Er hatte sich für den Kampfrichtereinsatz kurzfristig zur Verfügung gestellt und dem Regen ausgeliefert.

Der Tenor der Aktiven und Begleitern war wieder eindeutig. Freiwasser macht viel Spaß und schweißt alle zu einem tollen Team zusammen.

Aber auch die Heimfahrt sollte nicht ohne Zwischenfall beendet werden. Kurz vor Bad Fallingbostel musste der Vereinsbus wegen eines Defekts seine Fahrt unterbrechen. Obwohl alle müde waren, konnte dass die Stimmung nicht mindern. Dank ADAC konnte erfreulicher Weise die Fahrt ohne weitere Zwischenfälle nach relativ kurzer Zeit fortgesetzt werden. /bk

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